17. Oktober 2019

AKTUELLES

„Father Joe“ kümmert sich in Asien um arme Kinder

Ex-Tennis-Profi als Missions-Pater

Um Spiel, Satz und Sieg ging es für Johannes Unterberger aus Pfandl bei Bad Ischl in seinen jungen Jahren. Dann wurde aus dem Tennisstar ein Missionar. Mit 45 Jahren kämpft der einstige Profispieler nicht mehr um Siege am Tennisplatz, sondern für arme Kinder in Myanmar.


Pater Johannes Nepomuk Unterberger mit einem seiner Schützlinge, die ihn Father Joe nennen. Mädchen und Buben vom Haus für Kinder aus ärmlichen Verhältnissen in der Stadt Kyaiklat. Jede auch kleine Spende ermöglicht es den Franziskaner-Missionaren der Diözese Linz, die Lebenssituation der von ihnen betreuten Kinder in Myanmar zu verbessern.

Johannes Nepomuk Unterberger gehörte Anfang der 1990er-Jahre zu Österreichs größten Tennistalenten. Mit 16 Jahren wurde er Jugend-Staatsmeister, danach bestritt er weltweit Profi-Turniere und kämpfte sich bis Platz 580 der Weltrangliste vor. Alles deutete auf eine erfolgreiche Karriere hin, als der junge Sportler in eine Sinnkrise stürzte. Ausgelöst durch den Unfalltod des zwölf Jahre alten Bruders von Johannes Unterberger.
Zwar folgten noch zwei Staatsmeistertitel, doch trotz harten Trainings wollte der internationale Durchbruch nicht gelingen. Statt auf die Tennistour ging Unterberger schließlich auf Wallfahrt nach   Medjugorje. Am Weg zum Kreuzberg machte er eine Gotteserfahrung und kurz danach Schluss mit der Tenniskarriere. „Mit dieser Entscheidung wurden meine Schultern leicht,“ erinnert sich Johannes Unterberger.
2001 trat er bei den Franziskanern ein, studierte in Salzburg Theologie und 2013 weihte ihn Bischof Manfred Scheuer im Innsbrucker Dom zum Priester. Im Dezember 2016 verließ der Franziskanerpater Johannes Nepomuk Unterberger seine Heimat Österreich, um als Missionar zu wirken. Er lebt seither im asiatischen Myanmar, dem früheren Burma, in Yangon, der größten Stadt des Landes.
Die Franziskaner kümmern sich im unterentwickelten Myanmar um Kinder in Waisen- und Armenhäusern. Von den Mädchen und Buben wird Pater Unterberger „Father Joe“ genannt. Er kennt die Sorgen und Nöte in diesen Häusern. Oft fehlt es aber auch den Ordensleuten an den finanziellen Mitteln.„Das wirkt sich dann so aus, dass die Kinder nur sehr einfache Nahrung bekommen und kaum Früchte und Fleisch essen. Das wiederum macht anfälliger für Krankheiten. Dieser Kreislauf ist fatal,“ erzählt Father Joe.
Für ein Kind stehen derzeit pro Tag nur etwa 35 Cent für Nahrung zur Verfügung. Neben den Lebensmitteln werden vor allem Hygiene-Artikel, Kleidung, Schuhe, Schulutensilien, Decken und Matratzen benötigt. Dringlich sind oft ärztliche Behandlungen und Medikamente.
Auch kleine Spenden aus der Heimat sind Goldes wert: Missionsstelle der Diözese Linz, Kennwort: Waisenhäuser Myanmar, IBAN: AT71 5400 0000 0038 3117, BIC: OBLAAT2L